
31.01.2020
Back in life and school
Tatsächlich! Als ich am Freitag aufwache geht es mir wieder besser. Ich bin unendlich erleichtert – die letzten viereinhalb Tage waren echt nicht cool..
Morgens bleibe ich noch zu Hause, bin aber frisch geduscht, vernünftig angezogen und befasse mich erstmal mit meinem sehr vernachlässigten Blog.
Nach dem Lunch fahre ich mit den anderen zur Schule und finde ein paar Dinge verändert vor. So sind noch mehr Gräben für das Fundament des Dormitorys ausgehoben.

Das Küchenhäuschen hat einen weißen Anstrich (ein paar Lehrer hatten es noch vor der Inspektion gestrichen) und die Outdoorküche ist in den einen Raum des Häuschens umgezogen. Was bedeutet, dass in diesem Raum jetzt ein offenes Feuer brennt, auf dem gekocht wird 😳 Das Geld, um dort einen Gasherd zu installieren, fehlt einfach noch.


Dancing in the kitchen
Die Wände der Klassenräume sind an etlichen Stellen tatsächlich schon wieder schmutzig. Aber es ist nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Beim nächsten Anstrich sollte vielleicht die untere Hälfte der Wände in einer dunklen Farbe gestrichen werden, damit die unvermeidlichen Spuren von Kindern, Tischen und Bänken nicht ganz so auffallen…

Am neuen Board vor dem Sekretariat steht jetzt jeden Tag die Anzahl der anwesenden und der fehlenden Schüler und im Sekretariat werden die von mir besorgten Binden in einem Behälter aufbewahrt, den Sophie gekauft hat.


Ich werfe auch erstmals einen Blick in den (ehemaligen) Klassenraum, in dem sich das Girls Dormitory befindet. Es bedrückt mich immer noch, wenn ich sehe, wie eng es die Kinder in den Betten haben, wenn zwei oder auch drei sich ein Bett teilen müssen und wie wenig Privatsphäre vorhanden ist. Ihre ganzen Habseligkeiten befinden sich in einem mehr oder weniger rostigen Koffer, der mit allen anderen rostigen Koffern in einer Ecke gestapelt ist. Unser geplantes Regal für den Jungenschlafraum wäre auch hier nötig. Aber weder die Jungen noch die Mädchen werden ein Regal von uns bekommen. Dafür reicht die Zeit nicht mehr 😔 Es ist nur zu hoffen, dass in den neuen Wohnhäusern die Kinder mehr Platz und etwas mehr Komfort haben.


Während ich krank war, haben Sophie und Dennis sich noch zwei eigene Projekte für die Schule ausgedacht. Zum einen wollen sie einen Wassertank aus Wasserflaschen bauen. Den Platz dafür haben sie schon festgelegt, nämlich hinter dem großen Wassertank, in dem das staatliche Wasser gesammelt wird. Die Idee dazu stammt von einem YouTube Video, in dem auch genau erklärt wird, wie der Tank zu bauen ist.


Die Wände des Tanks sollen aus mit Erde gefüllten Wasserflaschen und Zement bestehen. Flaschen wurden schon fleißig gesammelt und von vielen helfenden Händen mit Erde gefüllt.


Das zweite Projekt ist nicht ganz neu, denn Kim hatte Dennis aus Arusha einen Basketball inklusive Metallkorb mitgebracht. Jetzt haben Dennis, Sophie und Rúben damit begonnen, den Korb an einer Holzplatte zu befestigen und diese auf zwei langen Holzpflählen an die Außenwand des Boys Dormitory zu stellen.


Nur meine Farbe steht noch unbenutzt im Sekretariat. Jetzt macht es aber auch keinen Sinn mehr, zu streichen. Lieber will ich versuchen, sie morgen zurückzubringen. Das Geld können Juliana und Baraka ja gut gebrauchen.